Fußboden

Der beste Büroboden: Welcher Bodenbelag ist perfekt?

Grüner Waldboden mit vielen Bäumen. Licht fällt durch die Bäume.
Foto: Unsplash / Zan
Raum mit hellen modernen Stühlen, Tischen und altem Holzfußboden.
Ein Holzfußboden wirkt wohnlich. Foto: Unsplash / Jean Philippe Delberghe

Ein neuer Fußboden für das Büro ist geplant. Doch welcher Belag ist für den Büroboden am besten geeignet? Die Auswahl ist riesig und die Anforderungen an einen Boden im Büro sind groß. Der richtige Bodenbelag spielt für ein gutes Arbeits- und Raumklima eine wichtige Rolle.  

Konferenztisch aus massiven Holzplatten und Drehstühle stehend auf einem Teppichboden.
Teppichboden im Konferenzraum schluckt Schall. Foto: Unsplash / dane-deaner

Der richtige Bodenbelag spielt für ein gutes Arbeits- und Raumklima eine wichtige Rolle.

Großer Raum mit Pfeilern aus geschwungenem Holz, welche das Dach halten.
Fliesen sind pflegeleicht und robust, dazu aber schallhart. Foto: Unsplash / rumman-amin

Welche Böden eignen sich fürs Büro?


Bodenbeläge gibt es viele. Ist ein Echtholzparkett, Laminat, Korkbelag, Vinyl, Teppichboden, Fliesen oder Linoleum die beste Wahl für den Büroboden? 

Mann mit Kopfhörern sitzt vor einem Laptop. Stuhl und Tisch stehen auf einem Holzfußboden.
Rustikaler Holzfußboden. Foto: Unsplash / annie-spratt

Anforderungen an einen Büroboden

Ein Büroboden muss vor allem extrem strapazierfähig sein. Drehstühle, gewichtige Schränke, Rollcontainer und Absätze machen dem Fußboden im Büro schwer zu schaffen. Ein geeigneter Bodenbelag ist unempfindlich gegen Kratzer, gehfreundlich und rutschfest. Ein niedriger Pflegeaufwand ist gewünscht und macht sich auf Dauer bezahlt. Eine attraktive Optik spielt ebenfalls eine große Rolle.

Nicht jede Lösung passt zum eigenen Budget. Ob Massivholzboden oder Fliese ist nicht nur eine Frage der Zweckmäßigkeit und des Geschmacks. Ist manche Fliese bereits für fünf Euro pro Quadratmeter erhältlich, kostet ein gutes Echtholz-Parkett gerne das Zwanzigfache.

Mögliche Bodenbeläge für das Büro

Ein passender Bodenbelag unterstützt ein produktives Arbeitsklima. Ein falsch gewählter Büroboden vergiftet buchstäblich die Atmosphäre. Welcher Boden ist robust, schadstoffarm, pflegeleicht und optisch ansprechend?

Arbeitsplätze mit Monitor und Drehstuhl auf Hartem Fußboden vor einer bepflanzten Wand mit vielen Blättern.
Foto: Unsplash / uneebo-office-design
Sessel, Kommode und Beistelltisch auf einem Parkett-Boden.
Parkettboden. Foto: Unsplash/beazy

Parkettboden: Edle Optik und gute Haptik

Nur ein wirklich hochwertiges Parkett eignet sich als Büroboden. Ein Echtholzboden sieht edel aus und fühlt sich gut an. Er lässt sich nach einigen Jahren problemlos abschleifen und neu versiegeln. Doch Qualität hat ihren Preis.

Günstiger als ein Massivholzboden ist ein Fertigparkett. Eine Schicht Echtholz ist auf eine Trägerschicht eines preiswerten Holzes aufgebracht. Optisch ist es von einem massiven Boden kaum zu unterscheiden. In der Lebensdauer ist ein Fertigparkett als Büroboden jedoch begrenzt. Je nach Dicke der Nutzschicht lässt sich ein solcher Bodenbelag nur begrenzt abschleifen.

Ein versiegeltes Parkett ist pflegeleicht. Nur zu nass darf das Reinigungspersonal nicht wischen, nebelfeucht ist ideal. Schutzmatten unter den Bürostühlen mindern Kratzer und Dellen. Ein Freund von spitzen High Heels ist ein Büroboden aus Echtholz nicht. 

Weichholz wie Lärche, Kiefer oder Tanne eignet sich nicht für einen Fußboden im Büro. Buche, Eiche, Bambus oder kanadischer Ahorn hingegen sind viel unempfindlicher. Olivenholz zeichnet sich durch besondere Härte und somit extreme Belastbarkeit aus.  Allen Holzböden ist eines gemein: Sie sind nicht lichtecht. Schränke und Teppiche hinterlassen sichtbare Farbunterschiede. Nur abschleifen und neu versiegeln beseitigt solche Makel.

Laminat: Variantenreiche Holzoptik zum kleinen Preis

Laminat ist als Bodenbelag in Büros beliebt. Ein Laminatfußboden in Holzoptik besteht aus einer Faserplatte, auf die harzgetränkte Dekorpapiere gepresst werden. Ein gutes Laminat ist eine kostengünstige Alternative zum Echtholzboden. Laminate sind heutzutage in allen erdenklichen Holzdekoren erhältlich, weit weg vom langweiligen Billiglaminat in der Optik stabverleimter Buche. Von edler klassischer Eiche-Anmutung bis hin zu trendigen Böden in Vintage-Dielen-Design findet jeder die passende Optik für seinen Bedarf. Allzu billiges Laminat ist als Büroboden nicht zu empfehlen, da es nicht robust genug ist.

Hochwertiges Laminat ist sehr unempfindlich und kommt sogar mit Drehstühlen gut zurecht. Der Vorteil von einem guten Klick-Laminat liegt im einfachen Verlegen und der recht überzeugenden Holzoptik. Im Gegensatz zu einem Massivholzparkett lässt sich ein Laminat aber nicht abschleifen. Daher ist besonders auf Qualität zu achten.

Laminat-Boden in Holzoptik vor einer dunklen Wand mit weißer Fußleiste.
Laminat. Foto: Unsplash/beazy
Aufenthaltsraum mit Billard und einer Sitzecke stehend auf Vinyl- bzw. Designer-Boden.
Designboden. Foto: Adobe Stock / luckeyman

Vinyl- oder Designböden für das Büro

Bodenbeläge aus Vinyl eignen sich aufgrund ihrer Robustheit und pflegeleichten Eigenschaften besonders gut für großflächige Büros. Die PVC-freie Alternative, sogenannte „Designböden“ erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Design- oder auch Bioböden werden im Gegensatz zum Vinyl ohne PVC und weitgehend schadstofffrei gefertigt. In Optik und Pflegeeigenschaften sind sie nahezu identisch. Das Laufgefühl ist warm und nicht zu hart.

Ob als Klickvariante mit Trägerplatte oder nur millimeterdünn zum Verkleben: diese Büroböden sind robust, recht preiswert und in vielen Designs erhältlich. Neben Holzdekoren bietet der Fachhandel unifarbene Böden, grafische Muster, Stein- und sogar Betonoptik als Alternativen an. Klebevarianten sind so dünn, dass sie mitunter sogar auf alten Böden verlegt werden können. Alte Fliesen erhalten z. B. eine dünne Ausgleichsmasse und verschwinden unter einem ansprechenden Vinyl- oder Designboden. Besonders beliebt sind Vinylböden in Holzdielenoptik.

Die Pflege ist einfach, denn Vinyl- und Designböden lassen sich problemlos feucht wischen. Hochwertige Vinylböden geben kaum mehr Schadstoffe in die Luft ab, denn sie werden ohne schädliche Weichmacher gefertigt. Klassische preiswerte PVC-Böden enthalten jedoch Weichmacher und Stabilisatoren, die in die Raumluft gelangen. 

Linoleum, der natürliche Designboden

Lange in Vergessenheit geraten, erlebt Linoleum sein Comeback als natürliche Variante eines flexiblen Bodens. Bereits 1860 entwickelt, stellt das Linoleum ein Naturprodukt dar, das zu rund 90 % aus Leinöl besteht. Lange war es nahezu vergessen und von den billigeren PVC-Böden verdrängt. Nun erlebt es im Geist der Nachhaltigkeit eine neue Blüte. Linoleumböden sind nicht ganz billig, aber ungeheuer robust und langlebig. Eine so große Dekorvielfalt wie Vinyl- oder Designböden weist Linoleum allerdings nicht auf. Fast immer sind sie schlicht unifarben oder in einer etwas biederen marmorierten Steinoptik gehalten. Holzdekore wirken nicht so überzeugend wie bei einem Vinyl- oder Laminatboden.

Lin­ole­um in Rot auf einem Flur mit Schränken.
Linoleum. Foto: Adobe Stock / alexandre zveiger
Großer offener Eingangsbereich mit Sitzmöglichkeiten und Fliesen auf dem Boden.
Fliesen. Foto: Unsplash / ashley-byrd

Fliesen: pflegeleicht und robust, aber…

Eignen sich Fliesen gut als Büroboden? Mit der alten Badkachel haben moderne Fliesen nichts mehr gemein. Sogar in Holzoptik überzeugen sie heutzutage. Sehr hygienisch, leicht zu putzen und ungeheuer robust, bringen sie viele Eigenschaften für einen guten Büroboden mit. Doch Fliesen sind, sofern keine Fußbodenheizung vorhanden, kalt und zudem laut. Daher sind sie für ein Großraumbüro nicht die erste Wahl.

Teppichboden: die Lösung für das Büro?

Nicht umsonst erfreute sich der Teppichboden viele Jahrzehnte ungeheurer Beliebtheit als Büroboden. Ein angenehmes Laufgefühl, Wärme und Komfort bietet der Teppichboden. Kein anderer Boden dämmt die Laufgeräusche mehr. Ein Büroteppichboden sollte antistatisch ausgerüstet sein und einen kurzen Flor besitzen. Buchstäblich oberflächlich betrachtet ist ein Teppichboden auch extrem pflegeleicht, denn er ist schnell abgesaugt. Doch über die Jahre schluckt so ein Büroboden aus Teppich eine Menge Staub und Dreck und den einen oder anderen Kaffee. Eine Nassreinigung ist aufwändig und findet daher meist viel zu selten statt. 

Tep­pich­bo­den in einem kleineren Büro mit Sitzecke.
Teppichboden. Foto: Adobe Stock / luckeyman
Mann verlegt Korkboden.
Korkboden. Foto: Adobe Stock / andrey gonchar

Korkboden: die natürliche Alternative?

Ein Korkboden ist elastisch, fußwarm und aus natürlichem Material. Gerade für Allergiker eignet sich dieser Bodenbelag sehr gut. Je nach Nutzungsklasse ist er mehr oder weniger empfindlich. Grundsätzlich ist ein Belag aus Kork als Büroboden nur sehr bedingt geeignet. Er ist nicht kratzfest und recht druckempfindlich. Auch Feuchtigkeit liebt das Korkmaterial nicht. Überall wo viel – und auch mit hohen Absätzen – gelaufen wird und Drehstühle zum Einsatz kommen, hat man an einem Korkboden nicht allzu lange Freude. Der ideale Büroboden ist Kork also nicht.

Mann sitzt auf einem Sofa mit seinem Laptop auf einem Beistelltisch. Alles steht auf einem Boden in Holzoptik.
Foto: Unsplash / linkedin-sales-navigator
Bedruckter Boden mit Jahreszahlen.
Foto: Unsplash / valentin-lacoste

Was ist der perfekte Büroboden?

Welcher Boden für das eigene Büro tatsächlich perfekt ist, hängt von einigen Faktoren ab:

•    Wie hoch ist das Budget für den neuen Büroboden?
•    Welche Optik ist gewünscht? Trendig, cool oder seriös und hochwertig? Auch die Büroräume selbst spielen eine Rolle. Ein Fabrik-Loft benötigt einen anderen Bodenbelag als ein edler Neubau mit Fußbodenheizung.
•    Spielen Kriterien wie Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und gesundheitliche Aspekte eine besonders große Rolle?
•    Welchen Belastungen ist der Büroboden täglich ausgesetzt?
•    Ist der Geschäftsstandort dauerhaft angelegt und soll der Boden entsprechend lange halten? 
•    Muss der Boden rückstandslos und einfach wieder zu entfernen sein? Dann ist ein Klickboden die perfekte Wahl.
•    Wie hoch darf der Pflegeaufwand sein?
•    Ist man bereit, einen Boden nach einigen Jahren zu überarbeiten?

Ein junges Start-up ist sicher mit einem Vinyl- oder Designboden in cooler Beton- oder hipper Vintage-Holzoptik bestens bedient. Eine angesehene Kanzlei bevorzugt sicher einen klassischen und hochwertigen Holzboden. Bei der bestehenden großen Auswahl findet jeder den passenden Bodenbelag für sein Büro oder die Geschäftsräume. 

Sitzecke oder Wartebereich im englischen Stiel. Grüne Sessel und Sofa.
Foto: HALLO ARBEIT

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