Motivation

Motivation am Arbeitsplatz: Tolle Tipps zur Mitarbeitermotivation

Kind als Rakete
Motiviert. Foto: Adobe Stock / Sunny studio
Schild Give Thanks
Give. Thanks. - Foto: Unsplash/simon-maage

Die Motivation am Arbeitsplatz ist ausschlaggebend für die Leistung und somit die Produktivität des Unternehmens. Was spornt im Job an und wie gelingt die Mitarbeitermotivation? Hier gibt es die besten Tipps rund um erfolgreiche Motivation am Arbeitsplatz. 

Thumbnail vom Video/Interview mit Daniel Aßmann und Christian Terhechte

Wie sieht Motivation am Arbeitsplatz aus?


Die Motivation der Mitarbeiter zeigt sich schnell am bestehenden Betriebsklima. Motivierte Mitarbeiter sind engagiert und mit Freude dabei. Das sorgt für ein positives Klima im Unternehmen, was sich wiederum motivierend auswirkt. Gute Stimmung und motivierte Menschen beflügeln sich gegenseitig.  
Umgekehrt verbreiten demotivierte Angestellte schlechte Stimmung und diese schadet dem Betriebsklima. So entsteht eine Abwärtsspirale, die der Produktivität und dem Unternehmen schadet. Aber auch jeder einzelne Mitarbeiter leidet. Der Erfolg des Unternehmens steht und fällt also mit der Motivation des Teams. 

Mann mit Bart und Brille
Weitgehend zufriedener Mitarbeiter. Foto: Adobe Stock / Wayhome Studio
Mann mit Bart und Brille
Niedriger Motivationsgrad. Foto: Adobe Stock / Wayhome Studio

Warum ist die Anregung der Motivation am Arbeitsplatz so wichtig?

Motivationsstrategien und ein Umdenken in Bezug auf die Gestaltung des Arbeitsplatzes sind dringend notwendig. Der jährlich erscheinende Gallup Engagement Index von 2019 zeigt ein erschreckendes Ergebnis: Nur 15 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland fühlen sich emotional an ihren Arbeitgeber gebunden und sind weitgehend zufrieden. Daher sind sie in der Lage, mit Motivation den geforderten Aufgaben zu begegnen. Doch 69 Prozent der deutschen Arbeitnehmer machen lediglich Dienst nach Vorschrift. Sie weisen somit einen entsprechend niedrigen Motivationsgrad auf. Erschreckenderweise haben bereits 16 Prozent der Beschäftigten innerlich gekündigt und zeigen somit keine Motivation mehr. Dies bedeutet, dass dringender Handlungsbedarf besteht, was die Qualität der Arbeitsplätze und die Zufriedenheit der Mitarbeiter angeht. Doch welche Motivationsstrategien gibt es?

Teambesprechung
Wohlfühlatmosphäre im Team. Foto: Unsplash / bantersnaps

Was motiviert Mitarbeiter?

Mitarbeiter sind motiviert, wenn sie Freude an ihrer Arbeit haben. Dies entsteht nicht von ungefähr. Natürlich gehört dazu, die Tätigkeit zu lieben, aber dazu noch viel mehr. Freude am Job empfindet, wer sich im Team wohlfühlt und zudem Wertschätzung erfährt. Aber auch äußere Bedingungen wie Ausstattung des Büros, Arbeitszeit und auch die Bezahlung sind zudem Faktoren für die Motivation am Arbeitsplatz.

Mann vor Laptop
Demotivation durch schlechte Ausstattung. Foto: Unsplash / thomas-dumortier

Verschiedene Formen der Motivation


Unterschiedliche Faktoren sind für eine gute Motivation am Arbeitsplatz verantwortlich. Die innere Haltung macht einen sehr großen Teil der gesamten Motivation aus. Wer innerlich für seinen Job brennt, ist motiviert sein Bestes zu geben. Diese Motivation von innen entsteht aus der Arbeit selbst und ist mit ihr untrennbar verbunden. Wer sich in eine spannende Aufgabe einbringt, erfährt Erfolg und Zufriedenheit und dies motiviert. Andere Faktoren kommen von außen und bieten Anreize, die nicht an die innere Haltung zur Arbeit gekoppelt sind. Zu diesen gehören beispielsweise Prämien, Vergünstigungen oder die Aussicht auf Aufstieg.

Auge vom Geldschein
Motivationsanreiz durch Prämienzahlung oder Gehaltserhöhung? Foto: Unsplash / sahand-hoseini

Was heißt extrinsische Motivation am Arbeitsplatz?

Das beste Beispiel für diese Form des Motivationsanreizes ist wohl die Prämienzahlung oder die Aussicht auf eine Gehaltserhöhung. Diese Faktoren spornen an, mehr Einsatz für die Firma zu zeigen. Ihre Wirkung ist aber eher kurzfristig. Wir kennen dies auch im Privatleben. Wir belohnen uns mit einem Shoppingtrip oder verdrängen so Frust. Die Ausbeute verschafft ein kurzfristiges Glücksgefühl. Aber letztendlich ändert dies nichts an der inneren Haltung. Eine langfristige Wirkung entsteht nur aus einem selbst.

Welche Faktoren motivieren von außen?

Sowohl negative Faktoren wie eine Abmahnung als auch Belohnungen dienen als Mittel der Motivation. Bestrafung als Motivationsmittel ist jedoch oftmals kontraproduktiv, da sie möglicherweise eher entmutigt. Ein Klima der Angst mindert die Motivation und kreatives Denken.

Frau mit Händen im Gesicht
Ein Klima der Angst mindert die Motivation. Foto: Unsplash / abigail-keenan
Konferenzhalle mit vielen Gästen und einem Speaker / Redner auf der Bühne.
Möglichkeit zu weiteren Bildungsmaßnahmen. Foto: Unsplash / alexandre-pellaes

Materielle und immaterielle extrinsische Motivation

Es ist ziemlich leicht zu definieren, was materielle extrinsische Motivation bedeutet. Jede Form von Prämienzahlung oder Gütern und Gutscheinen stellt eine solche dar. Eine immaterielle extrinsische Motivationsmöglichkeit ist etwa die Aussicht auf eine Beförderung. Auch besondere Möglichkeiten zu weiteren Bildungsmaßnahmen und Qualifikationen dienen als Mittel der Motivation.

Erfolge durch Motivation von außen

Anreize von außen bieten durchaus Motivation, allerdings oft nur kurzfristig. Ist die Belohnung erteilt, lässt auch die Motivation wieder nach. Zudem besteht die Gefahr einer gewissen Abstumpfung. Es bedarf immer größerer Anreize, um dadurch tatsächlich noch zu motivieren. Gefährlich sind auch Belohnungen, die dazu dienen, das Arbeitstempo zu beschleunigen. Der Mitarbeiter beeilt sich, um das Ziel zu erfüllen und die Belohnung zu erhalten. Sorgfalt bleibt auf der Strecke und oftmals auch die innere Zufriedenheit. So entstehen Fehler und die Frustration wächst.

Bärtiger Mann mit Mütze
Gefahr einer gewissen Abstumpfung. Foto: Unsplash / philip-martin

Hauptmerkmale intrinsischer und extrinsischer Motivation


Brille mit Brille am Laptop
Eigene Arbeit als sinnvoll erachten. Foto: Unsplash / paige-cody

Antrieb von innen: Intrinsische Motivation

Die intrinsische Motivation am Arbeitsplatz entsteht von innen. Wer die eigene Arbeit als sinnvoll erachtet und sich dabei wertgeschätzt fühlt, ist von sich aus motiviert. Dies ist auf Langfristigkeit ausgelegt, da dies nicht an einzelne Situationen oder Anreize gekoppelt ist.

Definition intrinsischer Motivation am Arbeitsplatz

Die intrinsische Motivation steht auf drei Pfeilern, die von innen heraus Anreiz bieten, das Beste zu geben. Wichtig für Zufriedenheit und Motivation am Arbeitsplatz ist das Gefühl der Autonomie. Hinzu kommt die Sinnhaftigkeit als weiterer Kernpunkt der intrinsischen Motivation am Arbeitsplatz. Erachte ich meine Aufgabe als sinngebend, bin ich natürlich viel motivierter. Der dritte Punkt ist das Streben nach Meisterhaftigkeit, also der innere Ehrgeiz, mich stetig zu verbessern.

Licht-Fragezeichen im Tunnel
Sinnhaftigkeit der eigenen Arbeit. Foto: Unsplash / emily-morter
Mann am Laptop vor blauer Wand
Selbstbestimmtes Arbeiten. Foto: Unsplash / stefan-stefancik

Formen intrinsischer Motivation

Selbstbestimmt zu arbeiten macht zufrieden, denn es zeigt Vertrauen vonseiten des Arbeitgebers. Dieser traut den Angestellten etwas zu. Wer sich permanent gegängelt und kontrolliert fühlt, verliert schnell die Lust an jeglicher Tätigkeit. Flexible Arbeitszeiten, Zielvorgaben statt permanenter Kontrolle einzelner Arbeitsschritte und ein gutes Arbeitsumfeld sind wichtig. Sie schaffen von außen Bedingungen, welche die innere Motivation verstärken. Der Mitarbeiter fühlt sich wertgeschätzt und das schafft eine Bindung an das Unternehmen. Dies wiederum motiviert dazu, sich einzubringen und das Beste aus sich herauszuholen.

Erfolgreiche Eigenmotivation

Persönlich gesteckte Ziele motivieren langfristig viel mehr als versprochene Belohnungen. Das zu erreichen, was mich selbst innerlich zufrieden macht, ist ein langfristiger Ansporn. Bei größeren Aufgaben geht die Motivation oftmals nach und nach verloren. Hier empfehlen Experten, sich zunächst damit zu motivieren, was bereits erledigt ist. Ist über die Hälfte geschafft, ist es motivierender zu schauen, was noch zu tun ist. So sehe ich etwa, dass ich bereits sieben Aufgaben erledigt habe und nur noch zwei ausstehen. Das motiviert für den Endspurt.

Notizbuch mit Brille
Persönlich gesteckte Ziele. Foto: Unsplash / carolyn-christine
Frau lacht am Tisch
Motivierte Mitarbeiter arbeiten besser im Team. Foto: Unsplash / brooke-cagle

Ergebnisse intrinsischer Motivation am Arbeitsplatz

Die Ergebnisse intrinsischer Motivation am Arbeitsplatz messen sich nicht in kurzfristigen Erfolgen, sondern zeigen langfristige Ergebnisse. Diese liegen in einer kontinuierlich ausgezeichneten Arbeitsleistung und einem guten Betriebsklima. Motivierte Mitarbeiter kommunizieren offener und arbeiten besser im Team zusammen.

Intrinsisch oder extrinsisch motivieren? Welche Strategie hat mehr Erfolg?

Extrinsische Motivation ist an konkrete messbare Ziele gekoppelt und die Wirkung ist eher kurzfristig. Bei schweren Aufgaben ist es möglich, extrinsische Faktoren als zusätzlichen Anreiz anzubieten. Komplexe Aufgaben bewältigen Menschen nicht alleine durch äußere Faktoren wie Aussicht auf Belohnung. Für solche bedarf es persönlichem Ehrgeiz, kreativem Denken und auch Sorgfalt. Rein extrinsische Motivationsanreize wirken nur bei einfachen Aufgaben, die schnell und ohne große Fehlerquellen zu bewältigen sind.

Hauptmerkmale intrinsischer und extrinsischer Motivation

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Intrinsische Motivation
  • Die Motivation entspringt der Aufgabe selbst, weil diese sinngebend oder spannend ist.
  • Eine Atmosphäre, die Freiraum für selbstständiges Arbeiten bietet, fördert die intrinsische Motivation und zudem kreatives Denken. Dies ist gut für komplexe Aufgabe.
  • Die intrinsische Motivation fördert die Qualität der Arbeit. Der Arbeitnehmer geht seine Aufgaben mit Sorgfalt, persönlichem Anspruch und mit kreativem Denken an.
  • Wirkt auch ohne extrinsische Motivation.
Extrinsische Motivation
  • Die Motivation erfolgt durch Anreize von außen wie materielle Belohnung.
  • Ergebnisse und Arbeitsschritte werden kontrolliert, um den Erfolg abzufragen. Dies ist eher für einfache und kurzfristige Aufgaben geeignet.
  • Die extrinsische Motivation fördert die Quantität und ist für einfache Aufgaben geeignet. So erhält der Arbeiter eine Prämie für die Anfertigung einer gewissen Stückzahl im vorgegebenen Zeitraum.
  • Vor allem als zusätzlicher Anreiz zur intrinsischen Motivation geeignet.
Teamevent draußen
Teamevents. Foto: Unsplash / austin-distel

Das tötet die Motivation am Arbeitsplatz: Motivationskiller


Motivation fördern ist eine gute Sache, doch eine Menge Faktoren am Arbeitsplatz sind echte Motivationskiller. Es gilt diese zu vermeiden, um ein gutes Betriebsklima mit hoher Mitarbeiterzufriedenheit zu schaffen. Eine Studie mit einer Befragung von 900 Personen an der International School of Management (ISM) gibt Aufschluss über typische Motivationskiller. Fünf von zehn Ursachen für einen Mangel oder Verlust an Motivation liegen in einer schlechten Führung.

Diese Fehler in der Unternehmensführung begünstigen Unzufriedenheit und mangelnde Motivation:

  • mangelndes Vertrauen und zu viel Kontrolle,
  • zu wenig kritisches Feedback,
  • unzureichende Lobkultur und zu wenig Wertschätzung,
  • schlechte Führungsqualität und
  • fehlende Förderung wie Training und Weiterbildung.

Weitere Motivationskiller sind zudem:

  • unzureichendes Gehalt,
  • fehlende Aussicht auf Gehaltsverbesserung,
  • mangelnde Karrierechancen,
  • übermäßige Bürokratie und
  • Ressourcenmangel (kaum Budget, zu wenig Mitarbeiter).

Dies zeigt, wie wichtig eine gute Führung, das Arbeitsumfeld und das Miteinander für die Motivation am Arbeitsplatz sind.

Video: Pexels / Diva Plavalaguna

Strategien zur Motivationsförderung


Diese Punkte fördern die Motivation und schaffen eine positive Unternehmenskultur mit hoher Mitarbeiterbindung:

  • Lob:
    Manche Führungskräfte glauben offenbar, Lob verwöhne Mitarbeiter und mache diese nachlässig. Das Gegenteil ist der Fall. Lob spornt an und beflügelt zu Höchstleistungen.
  • Vertrauen:
    Vertrauen schafft Verantwortungsgefühl, zu viel Kontrolle verursacht jedoch nur negativen Druck, Unzufriedenheit und innerem Widerstand.
  • Wertschätzung:
    Dies bedeutet mehr als nur ein Lob. Ein Unternehmen zeigt Wertschätzung auch durch Dinge wie einen ergonomischen Arbeitsplatz. Kleine Boni wie freie Getränke oder gemeinsame Erlebnisse im Team drücken Wertschätzung aus. Sie kosten wenig und bewirken viel. Gefühlte Wertschätzung der Arbeit beugt zudem einem Burnout vor.
  • Fehlerkultur:
    Mitarbeiter, die ständig Angst vor einem Fehler haben, riskieren nichts. Kreative Lösungen entstehen nur in einem angstfreien Umfeld. Manche Lösung bedarf einiger Irrwege. Fehler konstruktiv betrachten fördert Engagement.
  • Gehalt:
    Auch wenn extrinsische Belohnungen wie Prämien nur kurzfristig wirken, schafft ein zu niedriges Gehalt jedoch permanente Unzufriedenheit. Wer sich unterbezahlt fühlt, verliert auf Dauer die Anstrengungsbereitschaft.
  • Sinn der Arbeit:
    Mitarbeitern durch Feedback zeigen, was ihre Arbeit bewirkt, ist extrem wichtig. Gerade in Jobs, in denen sich der Sinn nicht direkt erschließt, bedarf es der Rückmeldung. Was bringt die Leistung für das Unternehmen, den Kunden oder das Produkt?
  • Flexible Arbeitszeiten:
    Starre Arbeitszeiten schaffen Druck und dienen nicht dazu, Höchstleistungen zu bewirken. Wer in der Lage ist, seine Arbeitszeit an die familiäre Situation, eigene Vorlieben oder den persönlichen Biorhythmus anzupassen, arbeitet effizienter.
  • Kommunikation:
    Eine Kultur der offenen und angstfreien Kommunikation ist der Schlüssel für zufriedene und glückliche Mitarbeiter. Und solche sind einfach motivierter.
Frau vor Sonnenuntergang
Motivation fördern. Foto: Unsplash / miguel-bruna

Motivierte Mitarbeiter für eine erfolgreiche Firmenkultur


Lockige Frau freut sich
Motivierte Mitarbeiterin. Foto: Unsplash / ivana-cajina

In vielen Unternehmen mangelt es gerade in Deutschland an einer Firmenkultur, die Motivation am Arbeitsplatz fördert. Zu wenig Lob und zu viel Kontrolle, Unterbezahlung und ein unschönes Arbeitsumfeld töten jegliche Motivation schnell. Bereits mit wenigen Mitteln erreichen Unternehmen, dass sich die Angestellten wohlfühlen. Dann übernehmen die Mitarbeiter Verantwortung für ihren Job und kommen gerne zur Arbeit. Dies ist ein relativ kleiner Einsatz, der aber große Erfolge bewirkt. Nur motivierte Menschen bringen einen Betrieb voran.

Bärtiger Mann lacht
Gerne zur Arbeit kommen. Foto: Unsplash / shaheen-abdulrahiman
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Team isst gemeinsam in einem offenen Raum unterhält sich dabei.
Foto: Unsplash / Proxyclick Visitor Management System
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